Kaffeebohnen im Kochtopf rösten

Kaffee ist in Deutschland das beliebteste Heißgetränk. In zahlreichen Kaffeestuben, Kaffeehäusern und Kaffeeshops, können Kaffeefreunde ihren Expresso, Latte macciato, Cappucccino, Milchkaffe oder Mokka genießen. Im Laufe der Zeit wurden Kaffeegetränke auch immer besser und schmackhafter. Der begehrte Muntermacher lässt sich aus gemahlenem und geröstetem Kaffee leicht herstellen. Für Kaffeeliebhaber, die ihren Kaffee nicht selber malen wollen, empfiehlt sich der Kauf von gemahlenem Röstkaffee.

Alternativ lässt sich aber auch aus den gerösteten Bohnen ein guter Kaffee erzeugen. Wer den Geschmack von Kaffee noch weiter optimieren will, kann die Kaffeebohnen kurz vor der Zubereitung des Kaffees selber rösten. Diese Möglichkeit gewinnt immer mehr Freunde. Das ist dem Umstand geschuldet, dass Kaffeebohnen nach der Röstung schnell an Aromen verlieren und damit an Geschmack einbüßen. Deshalb empfiehlt es sich, den Kaffee zeitnah vor der Zubereitung zu rösten.

Wie kann man Kaffee selber rösten?

Regel Nr. 1 lautet: “Aus einer schlechten Bohne kann niemals ein guter Kaffee werden”. Die Kaffeequalität steht und fällt mit der Bohne. Jede Kaffeebohne hat ihr ganz eigenes Aroma und ihren eigenen Geschmack. Es gibt weltweit zahlreiche Kaffeesorten. Die bekanntesten sind Arabica und Robusta. Für welche Sorte man sich entscheidet, ist letztlich Geschmacksache. Arabica ist geschmacklich nuancierter als Robusta, hat einen milden und fruchtigen Geschmack und einen geringeren Koffeingehalt. Robusta hat einen wesentlich höheren Koffeingehalt und schmeckt scho­ko­la­dig, nussig, erdig sowie etwas bitter. Die Sorte wird gerne für Espressomischungen verwendet.

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Regel Nr. 2 beim Selberrösten des Kaffees lautet: Je länger und schonender der Röstvorgang, desto bekömmlicher und aromenreicher der Kaffee. Röstzeit und Rösttemperatur müssen stimmen. Üblich sind Rösttemperaturen zwischen 100°C und 200 C° für eine Dauer von maximal bis zu 20 Minuten. Man will ja nicht, dass die Bohnen verbrennen. Die gängigsten Methoden, um Kaffee zuhause selber zu rösten sind: Pfanne, Kochtopf oder Backofen. Kaffee im Backofen zu rösten erzielt mit etwas Übung die besseren Resultate. Für die ganz bequemen unter den Selbströstern wurden auch sogenannte Heimröster erfunden. Damit wird natürlich jede Röstung ein Erfolg, gute Geräte sind aber relativ teuer.

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Kaffee im Kochtopf Rösten

Ob Pfanne oder Topf bleibt sich gleich. Um eine gleichmäßige Röstung zu erreichen, müssen die Bohnen bei beiden Methoden permanent umgerührt werden, (mindestens alle 30 Sekunden). Außerdem muss die Hitze per Infrarot-Thermometer gemessen und ständig reguliert werden. Wer diese Faktoren nicht beachtet, erhält teilweise angeröstete oder völlig ungeröstete Bohnen und auch solche mit verbrannten Stellen.

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Da verliert man schnell die Lust am, selber Rösten. Aber Übung macht auch beim Kaffeerösten den Meister. Und nun zum praktischen Teil. Bei einer Temperatur von 200 Grad, beginnen die Kaffeebohnen nach ca. 4-7 Minuten zu knistern und zu rauchen. Spätestens jetzt ist die Entlüftung einzuschalten oder ein Fenster zu öffnen. Die Bohnen verändern nun langsam ihre Farbe und werden dunkel.

Die Röstfarben variieren von Gelblich bis zu Dunkelbraun/Schwarz. Jede Röststufe hat dabei ihren eigenen Charakter. Hell geröstete Bohnen sind schärfer, dunkel geröstete Bohnen haben einen volleren Geschmack. Wer Bohnen mit weniger Koffein wünscht, sollte noch etwas länger rösten. Sehr dunkel bzw. schwarz geröstete Bohnen schmecken leicht rauchig.

Gerösteter Kaffee aus dem Kochtopf

Sobald der gewünschte Röstungsgrad erreicht wurde, ist der Topf sofort vom Herd zu nehmen und die Kaffeebohnen in ein metallenes Sieb zu schütten. Die Bohnen sollen so schnell abkühlen wie nur möglich. Weiteres Umrühren hilft die Abkühlung etwas zu beschleunigen. Nach dem Rösten sollte man die Bohnen einige Tage ruhen lassen. In dieser Zeit entweichen noch restliche Gase und Geschmack sowie Aroma des Kaffees stabilisiert sich.

Recht hilfreich dabei sind auch Aromaventile, die das entstehende Kohlendioxid austreten lassen, gleichzeitig aber verhindern, das Sauerstoff an die Bohnen gelangt. Das erhält Frische, Aroma und Geschmack der gerösteten Bohnen.

Vorsicht: Kaffee im Kochtopf rösten ist nicht ganz ungefährlich. Beim Erhitzen der Bohnen entstehen im inneren Gase, die den Druck in den Bohnen erhöhen. Dieser lässt die Zellwände poröser werden und kann schließlich zum Aufplatzen der Kaffeebohnen führen. Unter professionellen Röstmeistern heißt dieser Vorgang “Crack”. Wer schon mal eine 200 °C heiße Kaffeebohne ins Auge bekommen hat, weiß, wovon hier die Rede ist. Eine Schutzbrille kann helfen.

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