
Hi, ich bin Mattis. Du hast zum ersten Mal grüne Bohnen bestellt und fragst dich, ob das in deiner Küche wirklich klappt? Ohne dass die Bohnen außen schwarz und innen roh sind und der Rauchmelder Alarm schlägt? Genau da stand ich 2018. Heute röste ich jede Woche meinen eigenen Kaffee, und auf dieser Seite zeige ich dir, wie du dir meine Anfängerfehler sparst.
Wie alles mit einer Popcornmaschine anfing
Nach dem Abi hatte ich zwei Dinge: wenig Geld und eine alte Popcornmaschine. Ein Video über Heimröstung hat gereicht, um es einfach auszuprobieren. Das Ergebnis der ersten Runde: ungleichmäßig, teilweise verbrannt, die ganze Wohnung voller Silberhäutchen. Getrunken habe ich den Kaffee trotzdem, und er war frischer als alles aus dem Supermarktregal. Ab da war ich angefixt. Wie du es besser machst als ich damals, steht in meiner Anleitung zum Rösten in der Popcornmaschine.
Von der Pfanne zum Trommelröster
2019 habe ich angefangen, jede Röstung aufzuschreiben: Bohnensorte, Menge, Zeit bis zum ersten Crack, Endtemperatur, Gewichtsverlust. Erst mit der Pfanne, dann mit Heißluft. Diese Notizen waren der Grund, warum ich überhaupt angefangen habe zu schreiben. Im Corona-Winter 2020 kam mein erster richtiger Heimröster dazu, und 2025 ein kleiner Trommelröster. Jeder Schritt hat meinen Kaffee besser gemacht, aber keiner davon war Pflicht. Guter Kaffee fängt beim Verständnis an, nicht beim teuersten Gerät.
Was ich hinter dem Tresen gelernt habe
Ich studiere Lebensmitteltechnik in Leipzig und stehe nebenher als Barista in einem Studentencafé. Dort sehe ich jeden Tag, was zu Hause oft schiefläuft: zu frisch geröstete Bohnen, die noch ausgasen, falsche Mahlgrade, Kaffee, der offen in der Tüte alt wird. Und ich sehe, wie viel Unterschied es macht, wenn Röstgrad und Zubereitung zusammenpassen. Leipzig passt dazu übrigens gut: In der Stadt hat schon Bach eine ganze Kantate über Kaffee geschrieben.
Messen statt meinen: So teste ich
- Röstprotokoll: Für jede Röstung notiere ich Menge, Zeit, Temperaturverlauf und Gewichtsverlust. So lässt sich ein gutes Ergebnis wiederholen.
- Gleiche Bohnen, fairer Vergleich: Wenn ich Geräte oder Methoden vergleiche, nutze ich Bohnen aus derselben Charge.
- Verkostung mit Abstand: Ich probiere nach ein paar Tagen Ruhezeit und nicht direkt nach dem Rösten, weil sich das Aroma erst entwickeln muss.
- Auch das Schiefgegangene: Verbrannte Chargen und Fehlkäufe gehören in meine Notizen. Daraus lernst du meistens mehr als aus dem perfekten Durchgang.
Was du hier findest
Wenn du gerade erst anfängst, starte mit Kaffee rösten lernen. Du brauchst Rohkaffee? Dann hilft dir mein Ratgeber zum grüne Kaffeebohnen kaufen. Wenn du über ein Gerät nachdenkst, findest du hier einen Überblick über Kaffeeröster für zu Hause und über handbetriebene Kaffeeröster.
Transparenz: So finanziert sich die Seite
Einige Links auf dieser Seite sind Affiliate-Links, zum Beispiel zu Amazon. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Was ich empfehle, hängt nicht davon ab. Wenn ein Gerät für Einsteiger nichts taugt, schreibe ich das auch so.
Meine zweite Baustelle: Kaffee richtig aufbewahren
Frisch gerösteter Kaffee verliert erstaunlich schnell an Aroma, wenn er falsch gelagert wird. Deshalb teste ich auch Kaffeedosen und schreibe darüber auf Kaffee-Vorratsdose.de.
Schreib mir
Du hast eine Frage zu deiner ersten Röstung oder einen Tipp, den ich ausprobieren sollte? Schreib mir an mattis(at)kaffee-selber-roesten.de. Ich lese jede Nachricht.